griesgrämig
Adjektiv
Bedeutung
Griesgrämig beschreibt einen Menschen, der schlecht gelaunt, verdrossen und gegenüber anderen unfreundlich ist – oft ohne dass ein erkennbarer Anlass dafür vorläge. Das Wort trifft genau jene Stimmung, die sich nicht mit einem konkreten Ärger erklären lässt, sondern einfach als dumpfe Misslaunigkeit daherkommt. Wer griesgrämig ist, zieht die Mundwinkel nach unten, gibt einsilbige Antworten und verbreitet schlechte Stimmung im Umfeld.
Herkunft
Das Adjektiv ist vom Substantiv Griesgram abgeleitet, durch Anfügen der Endung -ig und einem Umlaut des Stammvokals.
Verwendung
Das Wort ist stilistisch zwischen umgangssprachlich und gehobener Alltagssprache angesiedelt. Es beschreibt Menschen aller Art: den alten Mann, der Kindern mit dem Spazierstock droht, eine Katze mit mürrischem Blick oder Politiker, die ihre Gereiztheit kaum verbergen können. Nahe Synonyme sind mürrisch, bärbeißig, verdrossen und übellaunig. Bastian Sick verwendet griesgrämig beiläufig als selbstverständliche Erklärung für unwirsch – ein Hinweis darauf, dass das Wort auch heute noch als unmittelbar verständlich gilt. Im Englischen entsprechen ihm am ehesten grumpy, grouchy oder sullen.
(KI)
Beispiele
- Der griesgrämige Alte drohte jedem Kind, das sich seinem Garten näherte.
- Morgens ist er meistens etwas griesgrämig und braucht erst seinen Kaffee.
- Der fast 75-jährige Politiker schaute oft griesgrämig drein und wirkte selten entspannt.
Infos und Links
Kategorie
Wortart
Adjektiv
Synonyme
ärgerlich, bärbeißig, gereizt, grämlich, knatschig, mürrisch, übellaunig, verdrossen
Nachschlagen
Im Netz
Wirsch, bändig, aufhörlich - Bastian Sick
„Wenn unwirsch griesgrämig bedeutet, muss wirsch doch nett sein!“ – „Sprache ist nicht immer logisch“, versuchte ich mich rauszureden, „lass uns lieber ...
bastiansick.de
Stand:
14.09.2026
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